Dies &Das: Mobilität auf dem Land: Wie kommen Sie von A nach B?

Mobilität auf dem Land

Von einem Ort in den anderen mit öffentlichen Verkehrsmitteln? In ländlichen Gebieten ist das nicht immer einfach. Nutzen Sie Bahn und Bus – oder steigen Sie für jeden Weg in das Auto?

18. Juli 2019

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Von einem Ort in den anderen zu kommen kann in Österreich oft ganz schön schwierig werden, vor allem, wenn man kein Auto hat. Das öffentliche Netz ist zwar an den Hauptverkehrsadern recht gut ausgebaut und wird dort auch rege genutzt. Kommt man aber in entlegenere Gegenden, wird es schon schwieriger. Vor allem für ältere Menschen kann das zu einer großen Herausforderung werden. Immer mehr Geschäfte, Ärzte, Apotheken und Banken schließen in kleineren Ortschaften, und die Bevölkerung ist damit darauf angewiesen, in größere Gemeinden zu reisen, um die täglichen Besorgungen zu erledigen.

Leere Haltestellen: Fahren Sie auf dem Land mit Bus und Bahn?
Foto: APA/GERT EGGENBERGER

Klima, Mobilitätsprojekte und Öffi-Ausbau

Und dann gibt es auch noch die Klimakrise, der man vielleicht mit einem bewussteren Umgang mit Ressourcen und einer Reduzierung des persönlichen CO2-Aufkommens begegnen möchte. Schwierig nur, wenn man das Auto für den täglichen Arbeitsweg, den Schulweg oder für die Einkäufe benötigt, weil Öffis ob der seltenen Intervalle keine Alternative bieten.

Gerade in wenig besiedelten Gebieten steigt auch der Autoanteil, da dort der öffentliche Verkehr weniger ausgebaut ist. 94 Prozent der Wege, die mit dem Auto zurückgelegt werden, sind kürzer als 50 Kilometer, und 53 Prozent aller Wege werden innerhalb der Gemeinde oder Stadt zurückgelegt, so das Ergebnis einer Erhebung des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ).

Mobilitätsprojekte versuchen Alternativen zum Auto anzubieten und teilweise auch Alternativen zu den fehlenden Öffis. So gibt es zum Beispiel sogenannte Mitfahrbankerl in mehreren Gemeinden, wo man die Zielrichtung angeben und von einem Autofahrer mitgenommen werden kann. Am Bundesparteitag der SPÖ sprach sich Pamela Rendi-Wagner auch für ein österreichweites Klimaticket um drei Euro am Tag aus. STANDARD-User stehen dem prinzipiell positiv gegenüber, allerdings benötigt man dafür einen massiven Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, wie User „pandakatz“ schreibt:

pandakatz:

Klimaticket alleine reicht nicht, aber ist mal ein Anfang. Wenn ich überlege, was ich zahle, um mein Auto zu erhalten… Mit Steuer, Versicherung, Wartung und Spritverbrauch und und Wertverlust einberechnet… bin dafür den Nahverkehr massiv auszubauen und zwar so wie in der Schweiz. Es müssen auch die kleinen Orte versorgt werden. Hat nur Vorteile. Ich spare mir mein Auto, Oma kann alleine zum Arzt, Einkaufen oder Kaffeehaus in die Stadt, viel weniger Lärm und gut fürs Klima. Allerdings würde ich das noch gegenfinanzieren mit einer 100%igen Sondersteuer für alle SUVs und Sportwagen.

Wie ist in Ihrer Gegend um den öffentlichen Verkehr bestellt?

Wie oft am Tag fährt in Ihrem Ort der Bus oder der Zug? Was braucht es, damit Sie vom Auto auf Öffis umsteigen würden? Nutzen Sie Mobilitätsprojekte wie das Mitfahrbankerl? Und ist das Klimaticket für ganz Österreich ein richtiger Schritt, um Öffis attraktiver zu machen? (wohl, 18.7.2019)

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